Gelenkgel richtig auftragen und massieren
Ein Gelenkgel tragen Sie am besten auf saubere, trockene Haut auf, nehmen nur eine kleine Menge und massieren sie ein bis zwei Minuten mit kreisenden Bewegungen ein, bis nichts mehr glänzt. Danach Hände waschen. Entscheidend sind die richtige Menge, eine ruhige Massagetechnik und ein fester Zeitpunkt am Tag.
Warum die Technik beim Auftragen zählt
Viele Menschen drücken einen großen Klecks Gel auf das Knie, verstreichen ihn in drei Sekunden und ziehen die Hose wieder herunter. Dabei geht ein Großteil dessen verloren, was ein Gelenkgel angenehm macht: die Massage.
Erst durch das Einmassieren verteilt sich das Gel gleichmäßig, die Haut wird warm, und ätherische Öle entfalten ihren Duft. Gleichzeitig nehmen Sie sich zwei Minuten bewusst Zeit für Ihren Körper – ein kleiner Moment der Ruhe, den viele nicht mehr missen möchten.
Vorbereitung: saubere, trockene Haut
Die Haut sollte sauber, trocken und unverletzt sein. Reste von Bodylotion, Sonnencreme oder anderen Salben können dazu führen, dass das Gel schlechter einzieht oder die Haut gereizt reagiert.
Ideal ist der Moment nach dem Duschen, wenn die Haut abgetrocknet ist und wieder normale Temperatur hat. Kratzer, Schürfwunden, Ekzeme oder Sonnenbrand sind tabu – dort wird kein Gel aufgetragen.
Bei einem neuen Produkt immer zuerst einen Hauttest machen: eine kleine Menge an der Innenseite des Unterarms auftragen und einige Stunden abwarten.
Die richtige Menge Gelenkgel
Weniger ist mehr. Für ein Knie oder eine Schulter genügt in der Regel eine Portion von der Größe einer Haselnuss. Bei Produkten mit Pumpspender, wie Flexosamine, entspricht das meist einem Pumpstoß. Für den unteren Rücken darf es etwas mehr sein.
Zu viel Gel zieht langsamer ein, hinterlässt einen feuchten Film und verstärkt bei mentholhaltigen Produkten das Kältegefühl, ohne dass es angenehmer wird. Wenn nach zwei Minuten Massage noch etwas glänzt, nehmen Sie beim nächsten Mal weniger.
Massagegriffe für Knie, Rücken, Schultern und Hände
Knie: Kreise um die Kniescheibe
Setzen Sie sich hin, das Bein leicht gebeugt und entspannt. Verteilen Sie das Gel zuerst mit der flachen Hand. Dann kreisen Sie mit beiden Daumen um die Kniescheibe herum, erst im Uhrzeigersinn, dann dagegen. Zum Abschluss mit beiden Händen vom Oberschenkel zur Wade ausstreichen.
Unterer Rücken: mit den Fingerknöcheln
Im Stehen die Hände in die Seiten stützen und mit den Fingerknöcheln links und rechts neben der Wirbelsäule kleine Kreise ziehen. Nie direkt auf den Wirbeln massieren. Wer schlecht hinkommt, bittet Partnerin oder Partner – das ist ohnehin entspannender.
Schultern und Nacken: streichen und kneten
Mit der rechten Hand die linke Schulter fassen und vom Nacken Richtung Oberarm streichen, dabei den Muskel sanft zwischen Daumen und Fingern kneten. Dann die Seite wechseln. Abstand zum Haaransatz halten, damit nichts in Richtung Augen gelangt.
Hände und Finger: Gelenk für Gelenk
Etwas Gel auf den Handrücken geben, mit dem Daumen der anderen Hand über das Handgelenk und jedes Fingergelenk kreisen. Danach die Finger einzeln sanft ausstreichen. Zum Schluss beide Hände gründlich waschen, vor allem die Innenflächen.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Die meisten Gelenkgele werden ein- bis zweimal täglich angewendet. Bewährt haben sich der Morgen, wenn sich die Gelenke nach der Nacht steif anfühlen, und der Abend, wenn der Tag in Knien und Rücken sitzt.
Wer Sport treibt, kann eine Anwendung vor die Aktivität legen und das Gel vollständig einziehen lassen, bevor es losgeht. Halten Sie sich an die Angaben auf der Packung. Bei Flexosamine sind es zwei Anwendungen am Tag, wie auf der Seite zur Anwendung beschrieben.
Die häufigsten Fehler beim Auftragen
- Zu viel Gel: zieht schlecht ein und macht die Haut klebrig.
- Zu kurz massiert: Das Gel bleibt an der Oberfläche, die angenehme Wärme bleibt aus.
- Hände nicht gewaschen: Wer sich danach die Augen reibt, merkt das Menthol sehr deutlich.
- Wärmflasche direkt darauf: Frisch aufgetragenes Gel nicht mit Heizkissen oder luftdichter Bandage abdecken.
- Mehrere Produkte übereinander: Verschiedene Gele und Salben nicht gleichzeitig auf dieselbe Stelle geben.
- Verletzte Haut: Auf Wunden, Ekzemen oder Sonnenbrand hat ein Gelenkgel nichts verloren.
Aufbewahrung und Hygiene
Damit ein Gel angenehm bleibt, kommt es auch auf die Lagerung an. Bewahren Sie die Flasche gut verschlossen bei Raumtemperatur auf, nicht in der prallen Sonne, nicht auf der Heizung und im Sommer nicht im Auto. Hohe Temperaturen können Textur und Duft verändern.
Spenderflaschen haben einen hygienischen Vorteil: Sie müssen nicht mit den Fingern in einen offenen Tiegel greifen. Bei Tiegeln lohnt sich ein kleiner Spatel. Achten Sie auf das Haltbarkeitsdatum und darauf, ob sich Farbe, Geruch oder Konsistenz verändert haben. Und bewahren Sie Gelenkgele immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf – Menthol und ätherische Öle gehören nicht in Kinderhände.
Gelenkgel und Bewegung kombinieren
Massage und Bewegung ergänzen sich. Nach dem Einmassieren können Sie das Knie einige Male langsam beugen und strecken, die Schultern kreisen lassen oder die Finger zur Faust schließen und wieder öffnen. So nutzen Sie die angenehme Wärme direkt für ein paar Bewegungen.
Wer mag, verbindet das Ganze mit festen Ankerpunkten im Tag: morgens nach dem Zähneputzen, abends vor den Nachrichten. Die Flasche an einem gut sichtbaren Platz erinnert von selbst daran. Welche Inhaltsstoffe in unserem Gel stecken, lesen Sie unter Inhaltsstoffe.
Häufige Fragen zu Flexosamine
Wie oft sollte man Gelenkgel auftragen?
Die meisten Gelenkgele sind für ein bis zwei Anwendungen am Tag gedacht, häufig morgens und abends. Maßgeblich ist immer die Angabe auf der Packung. Mehr hilft nicht mehr: Häufigeres Auftragen kann die Haut eher reizen, besonders bei Gelen mit ätherischen Ölen und Alkohol.
Wie lange muss man Gelenkgel einmassieren?
Ein bis zwei Minuten pro Stelle sind ein guter Richtwert. Massieren Sie mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck, bis die Haut nicht mehr glänzt und sich trocken anfühlt. Dann ist das Gel eingezogen, und Sie können Kleidung darüberziehen.
Muss ich nach dem Auftragen die Hände waschen?
Ja, unbedingt. Viele Gelenkgele enthalten Menthol, Kampfer oder andere ätherische Öle, die in Augen und Schleimhäuten unangenehm brennen. Waschen Sie die Hände nach jeder Anwendung gründlich mit Seife – besonders bevor Sie Kontaktlinsen einsetzen oder Kinder berühren.
Darf man Gelenkgel unter einer Bandage verwenden?
Lassen Sie das Gel vollständig einziehen, bevor Sie eine Bandage anlegen. Luftdichte Verbände, Wärmepflaster oder Heizkissen direkt über frisch aufgetragenem Gel können das Kälte- oder Wärmegefühl unangenehm verstärken und die Haut reizen. Im Zweifel fragen Sie in der Apotheke nach.
Kann ich Gelenkgel und Creme gleichzeitig verwenden?
Besser nicht auf derselben Stelle. Verschiedene Produkte können sich gegenseitig beeinflussen und die Haut stärker belasten. Wenn Sie eine ärztlich verordnete Salbe verwenden, sprechen Sie die Kombination vorher in der Praxis oder Apotheke ab. Pflegecreme für trockene Haut lieber zu einem anderen Zeitpunkt auftragen.
Welche Stellen eignen sich für ein Gelenkgel?
Gut erreichbare Bereiche mit intakter Haut: Knie, Schultern, Nacken, unterer Rücken, Ellbogen, Hand- und Fußgelenke. Nicht geeignet sind Gesicht, Augenpartie, Schleimhäute, Intimbereich sowie verletzte, gereizte oder sonnenverbrannte Haut. Bei größeren Flächen wie dem Rücken lieber zwei kleine Portionen nacheinander einmassieren als eine große.
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